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Erwerbsersatzentschädigung

Entschädigungen für Selbständige

Selbständige haben Anspruch auf die Entschädigung, wenn sie

  • ihren Betrieb aufgrund der Verordnung des Bundesrates schliessen mussten;
  • aufgrund einer kantonal angeordneten und durch den Bundesrat bewilligten Einschränkungen einen Erwerbsausfall haben. Freiwilliger Verzicht ergibt keinen Anspruch;
  • geplante Veranstaltungen wegen des Veranstaltungsverbots absagen mussten;
  • ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen dürfen, aufgrund der Situation aber in finanzielle Notlage geraten sind (Härtefall-Regelung). Voraussetzung: Das AHV-pflichtige Einkommen 2019 liegt zwischen 10'000 und 90'000 Franken. Als Basis für die Entschädigung dient die aktuellste Beitragsverfügung.

Die Entschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen Bruttoeinkommens, höchstens aber 196 Franken pro Tag.

Personen, die bereits Leistungen aus einer anderen Sozial- oder Privatversicherung beziehen oder ihren Lohn erhalten, werden nicht entschädigt.

Wann beginnt der Anspruch auf Entschädigung?

Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, also frühestens am 17. März 2020. Das gilt auch für die Entschädigung für indirekt Betroffene im Härtefall, die der Bundesrat erst am 16. April beschlossen hat. Sie gilt ebenfalls rückwirkend ab dem 17. März 2020.

 

Wann endet der Anspruch auf Entschädigung?

Der Anspruch endet, sobald die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus aufgehoben wurden. Die Entschädigung für indirekt betroffene Betroffene im Härtefall wird für maximal zwei Monate ausbezahlt, also vom 17. März 2020 bis zum 16. Mai 2020.

Verlängerung des Corona-Erwerbsersatzes nach Ende des Lock-Downs

Der Bundesrat hat am 16. April und 29. April 2020 jeweils eine phasenweise Lockerung der Covid-19-Schutz-Massnahmen beschlossen. Gewisse Betriebe dürfen seither ihre Tätigkeit wiederaufnehmen. Darunter sind viele Selbständige, welche bislang der angeordneten Betriebsschliessung unterstellt waren.

  • Selbständigerwerbende mit weniger Kapazitäten:

    Ein Teil dieser Betriebe darf ihre Aktivitäten bereits seit dem 27. April wieder ausüben, andere dürfen dies seit dem 11. Mai 2020. Viele Selbständigerwerbende können bei der Wiedereröffnung ihr Geschäft noch nicht mit voller Kapazität betreiben, weil sie z.B. aufgrund der weiterhin geltenden Hygiene- und Abstandsvorgaben sowie der umzusetzenden Schutzkonzepte (Branchenkonzept oder Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco)) weniger Kunden bedienen können. Der Bundesrat hat für diese Fälle eine Übergangsregelung bezüglich der Ausrichtung des Corona-Erwerbersatzes festgelegt. Diese Regelung sieht vor, dass der Anspruch auf den Corona-Erwerbsersatz nicht am Tag der offiziell vom Bund zulässigen Wiedereröffnung (27. April oder 11. Mai) wegfällt, sondern automatisch bis zum 16. Mai 2020 weiter ausgerichtet wird. Ab diesem Datum endet der Entschädigungsanspruch aufgrund Betriebsschliessungen aber definitiv.

  • Selbständigerwerbende, die ihren Betrieb weiterhin geschlossen haben müssen:

    Wenn Selbständigerwerbende ihren Betrieb nicht öffnen dürfen, weil kein Schutzkonzept eingehalten werden kann, besteht weiterhin Anspruch auf den Corona-Erwerbsersatz. Eine automatische Verlängerung gibt es in diesen Fällen nicht. Selbständigerwerbende müssen sich nochmals bei der Ausgleichskasse melden. Die Anmeldung erfolgt mittels QR-Code, welcher wir mit der letzten Corona-Abrechnung mitgeteilt haben. Sollte dieser QR-Code nicht bekannt sein, so muss die Anmeldung erneut über: www.ak-bs.ch/covid-19/ erfolgen.
Wichtiger Hinweis zur Anmeldung 

Das Anmeldeformular "Corona-Erwerbsersatz für Selbständige" kann nur von Selbständigen verwendet werden, die mit unserer Kasse abrechnen.

Selbständige, die ihre AHV-Beiträge mit einer anderen Kasse abrechnen, melden sich bitte direkt bei ihrer Ausgleichskasse. Die Kontaktdaten aller Ausgleichskassen der Schweiz finden Sie hier.